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Merlin & Gandalf
 

Frettchen Krankheiten!

"Staupe!"

Bevor ich nun wirkich anfange, hier die Bedeutung und Symptome bei eine Staupe Erkrankung zu erläutern, möchte ich Sie nochmal dringends darauf hinweisen, dass Sie Ihr Frettchen Impfen lassen!

Als Babys erhalten Frettchen schützende Antikörper von der Mutter, genauso wie bei uns Menschen auch. Mit zunehmenden Alter werden diese jedoch weniger und die Kleinen müssen geimpft werden! Die meisten Halter von Frettchen, lassen ihre Schützlinge im Alter von 6-9 Wochen das erste mal Impfen. Diese Impfung muss dann nach 4 Wochen wiederholt werden, dann besteht auch die Überlegung ob Sie Ihr Frettchen auch gegen Tollwut impfen lassen möchten. Besonders wichtig ist die Tollwut-Impfung wenn Sie mit Ihrem Frettchen ins Ausland verreisen möchten. Dann benötigen Sie einen EU-Pass für Ihr Tier!

Nun zur Krankheit Staupe!

Staupe verläuft leider in den meisten Fällen tötlich! Also ein Grund mehr Ihre Frettchen impfen zu lassen! Der Staupe Virus ist extrem ansteckend und kann von einem anderen infizierten Tier auf Ihr Frettchen übertragen werden. Wenn Sie der Meinung sind, Ihr Frettchen ist vor Staupe sicher, weil es niemals das Haus verlässt, liegen Sie vollkommen falsch! Das Virus kann auch über Ihre Schuhe, Kleidung in den Haushalt geschleppt werden. Das Virus kann für einen langen Zeitraum auch außerhalb des Körpers überleben.

Die Inkubationszeit (die Zeit vom Tag der Infektion bis zum Auftreten erster Symptome) kann bei Ihrem Frettchen zwischen sieben bis 21 Tage liegen. Sobald sich Symptome zeigen, tritt in der Regel auch ganz schnell der Tod ein. Der Virus befällt viele Organe des Tieres gleichzeitig. Sollte sich eine positive Diagnose auf Staupe feststellen, sollte Ihr Tier so schnell wie möglich eingeschläfert werden! So traurig dies auch ist, aber lassen Sie Ihr Tier nicht leiden! Das hat es auf keinen Fall verdient!

Zu den Staupe Symptomen gehören:

- Augeninfektionen/Ausfluss

- Schwere Lethargie

- Appetitlosikeit

- Ausschlag auf der Haut, Lippen und Nase

- Ausschlag auf Bauch und Po

- Harte/geschwollene Fussballen

- Durchfall

- Erbrechen

- Krämpfe

- Koma

Staupe ist jedoch nicht auf den Menschen übertragbar, also bekommen Sie keine Panik!

Kardiomyopathie (Herzmuskelschwäche)!

Relativ verbreitet ist bei Frettchen Kardiomyopathie, besonders bei jenen, die über drei Jahre alt sind. Dies ist eine Herzkrankheit, bei der der Herzmuskel geschwächt wird. Letzendlich vergrößert sich das Herz und wird schwächer. Das Muskelgewebe wird durch Narbengewebe ersetzt und verhindert so den Bluttfluss.

Dies Krankheit kann angeboren sein, oder das Ergebniss einer Virusinfektion. Viele Experten sind sich einig darüber, dass es auch an fehlendem Taurin in der Nahrung des Frettchens liegen kann.

Kardiomyophatie ist irreversibel und kann leider nicht geheilt werden. Auch wenn diese Krankheit rechtzeitig genug erkannt wurde, so kann in den meisten Fällen keine lange Lebenserwartung mehr versprochen werden. Mit etwas Glück schafft Ihr Frettchen noch ca. 24 Monate und wird dann versterben!


Normaler Puls beim Frettchen!

Der durchschnittliche Herzschlag eines gesunden Frettchens beträgt zwischen 180 und 250 Schläge pro Minute. Kein Wunder also, dass die Tiere wie verrückt herrumtoben können. Experten vermuten, dass der Puls so hoch ist, weil das Tier aufgrund des kalten Stethoskops mit dem es abgehört wird gestresst ist.


 

Symptome!

Die Krankheit beginnt langsam bevor eine Diagnose gestellt wird. Mit einem EKG, Röntgen und Ultraschall können diese Krankheit sehr gut aufspüren. Nachfolgend finden Sie die Symptome einer Kardiomyopathie (viele sind der Krankheit eines Herzwurms ähnlich):

- Schwere Atmung

- Husten

- Unregelmäßiger oder zu schneller Puls

- Lethargie

- Häufige Ruhepausen

- Hypothermie (Unterkühlung)

- Flüssigkeit im Brustraum

Frettchen mit einer Kardiomyopathie haben häufig eine vergrößerte Leber oder Milz. Die Frettchen können auch oft unter einem aufgeblähten Bauch leiden. In diesem Fall leidet das Frettchen zumeist unter einer kongestiver Herzinsuffizienz, und der geschwollene Bauch resultiert aus einer Ansammlung von Flüssigkeit in und um die Lunge sowie im Unterbauch.

Eine Therapie ist u.a. mit Lanitop, ACE Hemmer sowie Entwässerungsmedikamenten behandeln. Lassen Sie sich hier von Ihrem Tierarzt beraten!

Erkältung!

Das Influenza-Virus sorgt bei einem Frettchen für die meisten Atemprobleme, niesen Sie Ihr Frettchen niemals an und lassen Sie sich auch nicht anniesen, - Frettchen sind für diese Bazillen sehr anfällig!

Bei normalen, gesunden Frettchen dauert diese Krankheit in der Regel ca. fünf Tage. Ist Ihr Frettchen schon älter oder geschwächt verläuft die Grippe ggf. ernster und kann sogar mehrere Wochen anhalten. Die Anzeichen ähneln sich sehr mit den von uns Menschen:

- Husten und Schnupfen

- Laufende Nase und Augen

- Fieber über 39°C

- Lethargie

- Pfeifende Atemgeräusche

- Durchfall

- Appetitlosigkeit

Seien Sie bei so einer Erkältung sehr lieb zu Ihrem Frettchen, dann kommt es relativ schnell darüber hinweg! Manchmal jedoch bedarf es dennoch Sntibiotika oder zusätzliche Flüssigkeit. Gehen Sie zum Tierarzt!

Sollten die Symptome länger als eine Woche anhalten, so haben Sie es ggf. mit einer anderen Krankheit zu tun. Es könnte auch eine Bakterielle Lungenentzündung sein. Bei einer Lungenenzündung atmet das Frettchen meistens durch den Mund und Atemnot kann sich einstellen. Gehen Sie sofort zum Doc! Von einer Bakteriellen Lungenentzündung kann Ihr Frettchen schnell eingehen!

Wenn Sie einmal mit einer Grippe flach liegen, waschen Sie sich die Hände bevor Sie Ihr Frettchen berühren! Lassen Sie auch keine benutzen Taschentücher in Frettches nähe, es kann sich sonst schnell anstecken - irgendwie verrückt oder?


Zahnweh ohje!

Paradontose tritt häufig bei Frettchen auf. Besonders ist das Frettchen schon über fünf Jahre alt. (Denken Sie daran, ab dem dritten Lebensjahr gilt das Frettchen schon als alt) und wie es auch so schön bei uns Menschen ist, lautet es,- je älter der Mensch (Frettchen) desto schlechter werden die Zähne.

Vielle Experten sind der Ansicht, dass Paradontose bei Frettchen meist vom Futter herrührt. Nassfutter z.B. wie wir ja schon erfahren haben, entfernt wenig Zahnstein. (Als kleinen Tipp - für Hunde gibt es diese Zahnpflege-Leckerlis - geben Sie Ihrem Frettchen hin und wieder ein kleines Stück davon quasi als Zahnbürste oder - was natürlich viel besser ist, immer wieder Knochen, frische Eintagskücken oder Mäuse sowie ein großes Stück Rindfleisch - dies reinigt die Zähne ebenfalls)!

Drei große Probleme in Bezug auf Paradontose ergeben sich bei Frettchen.

1. Es fehlen oft raue Materialien um den Zahnbelag zu entfernen.

2. Frettchen nehmen oft feine Partikel von Kohlenhydraten zu sich.

3. Der ph-Wert ändert sich bei Frettchen ständig.

Sollte Ihr Frettchen starken Zahnstein aufweisen, können Sie zum Tierarzt gehen, er hat Gerätschaften die es ermöglichen diesen zu entfernen. Auch gibt es Tabletten die dabei helfen den Zahnstein zurück zu bilden!

Symptome sind folgende:

- Lose Zähne

- Verfärbte Zähne

- Mundgeruch

- Rotes, entzündetes Zahnfleisch oftmals zurück gehendes Zahnfleisch

- Sabbern

- Geschwüre im Maul

- Probleme bei der Futteraufnahme

- Sichtbarer Zahnbelag und Zahnstein

- Verweigert das Fressen

 

ECE - Epizootic catarrhal Enteritis!

ECE ist eine Entzündung der Darmschleimhaut. Frettchen mit ECE können Nahrung und Wasser nicht mehr korrekt verarbeiten. Besonders riskant ist diese bei alten Frettchen oder sehr jungen Tieren. Das Risiko ist besonders hoch, wenn Ihr Frettchen sowieso schon an eine andere Krankheit leidet wie z.B. Lymphosarkom, Nierenerkrankung und/oder Insulinom. Ist die Krankheit einmal in den Käfig geschleppt - so können Sie davon ausgehen, dass Ihre anderen Frettchen damit ratz fatz infiziert werden.

Dieser bösartige Virus kann eine Erkrankung auslösen, die zwischen zieben Tagen und mehreren Monaten dauert. Sie wird schnell über Körpferlüssigkeiten, Fäkalien, die Luft, Menschen übertragen.

Gehen Sie sofort mit Ihrem Tier zum Doc, es gibt zwar keine ECE bezogenen Tests, doch dafür wird jede andere Krankheit bei der Untersuchung ausgeschlossen.


Unter Frettchenliebhabern wird diese Krankheit auch die "grüne Kranheit" genannt. Das Virus tauchte zum erstenmal 1993 in den USA auf. Es verbreitete sich blitz schnell in den einzelnen Staaten. Zu beginn war die Sterbensrate relativ hoch, wobei plötzlich auftretende schwere Symptome die Tierärzte und alle anderen üerraschten. Zwar verläuft die Krankheit immer noch rasant, aber Frettchenhalter sowie auch die Tierärzte wissen nun natürlich viel besser was zu tun ist. Im Internet können Sie weitere Informationen darüber finden z.B. unter www.frettchendoc.de


Symptome sind:

- Durchfall (neongrün bis gelb, blasig, übel riechend oder schleimig)

- Körniger Stühl oft gelblich (Anzeichen für unverdaute Nahrung) (Kann aber auch auftreten, wenn Ihr Fretten zum erstenmal Knochen verputzt hat- erst etwas den Stuhlgang beobachten, bevor Sie in Panik geraten.

- Austrockung - oft schwer

- Lethagrie und Schläfrigkeit

- Extremer Gewichtsverlust (in schweren Fällen sogar BIS ZU 50%)

- Erbrechen

- Orale Magengeschwüre

- Koma bis hin zum Tod

 

Behandlung von Epizootic catarrhal Enteritis!

Leider besteht zurzeit keine Heilung für ein ECE befallenes Frettchen, auch kein Impfstoff welches breit steht. Aber die Wissenschaflter suchen einfrig nach einer Lösung.

Da es sich bei ECE um eine Viruserkrankung handelt kann man die Symptome lediglich durch gabe von Medikamenten lindern.

Schwere Fälle von Dehydrierung muss mit subutanen Gaben von Flüssigkeit und/oder Elektrolytersatz begegen werden. Zusätzliches Füttern von FelineA/D, Ensure oder Sustecal, Hühnchen Babynahrung und Nutri-Cal oder Calo-Pet-Paste haben sich ebenfalls bewährt.

Ist Ihr Frettchen wieder auf den Beinen, bedenken Sie, dass seine Magenschleimhaut noch für einige Zeit nicht ganz in Ordnung ist, somit geben Sie lieber noch etwas länger Schonkost!

WICHTIG: ECE ist extem ansteckend, wenn Sie mit fremden Frettchen in Berührung gekommen sind, so wechseln Sie Ihre Kleidung und waschen sich gründlich die Hände! Bekommen Sie neue Frettchen in Ihr Heim stellen Sie es erst unter Quarantäne!

 
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