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Merlin & Gandalf
 

Haltung von Frettchen!

"Der richtige Käfig!"

Hier gibt es kaum Grenzen! Einige Frettchen-Freunde bauen ganze Wandschränke zum Käfig um, wieder anderen legen sich ein ganzes Gartenhäuschen zu. Und wieder andere, so wie ich, kaufen sich einen Käfig der ihnen gefällt.

Zuerst wollte ich auch einen alten Schrank umbauen, überlegte es mir dann jedoch anders und kaufte einen Käfig, der sich (zumindest mit zwei Personen) schnell auf und ab bauen lässt. Da ich oft zu meinen Eltern fahre, dachte ich mir, so kann ich genau diesen Käfig auch mitschleppen nach Bentheim und ihn dort für die Zeit die wir mit Kind & Kegel dort verbringen ruckzuck aufbauen.

Ich habe mich für einen Käfig entschieden, der mehrere Etagen hat, und wo noch genügend Platz ist um Hängematte, Krabbelschlauch usw. einzubauen. (Siehe Bild o.r.) Bislang habe ich nur zwei Etagen dort eingebaut, da meine Frettchen ja noch klein sind und noch nicht ganz so geübt im Klettern. Ich möchte einfach nicht, dass Sie sich beim runterfallen verletzten, oder sogar mit dem Genick so unglücklich auf eine Kante der unteren Etagen aufschlägt...

Dieser Käfig bei uns dient sowieso eigentlich nur für die Zeit wo wir auf Arbeit sind, bzw. Nachts wenn wir schlafen. Die restliche Zeit laufen die Frettchen bei uns mit durch die Wohnung, hauptsächlich jedoch im Kaminzimmer frei rum. (Zwei Ratten leben noch bei uns im Wohnzimmer, es wäre zu schade, wenn die Frettchen ihren Jagdinstinkt auspacken würden ;-) )

Die Größe des Käfiges ist auschlaggebend, für ein Tier heißt es sollte der Käfig mindestens einen Meter breit, 60 Zentimeter tief und ebenfalls 60 Zentimeter hoch sein. Je mehr Tiere desto größer sollte natürlich auch der Käfig ausfallen!

Für welche Varianten Sie sich selber entscheiden werden, achten Sie darauf, dass die Frettchen genügend Platz zum Spielen, Schlafen und für die Toilette haben. Oder möchten Sie, oder eines Ihrer Kinder direkt neben dem offenen Klo spielen und schlafen müssen?

Des Weiteren ist eine gute Belüftung von nöten, eine schlechte Belüftung fördert natürlich den Geruch, zudem noch feuchten Urin kann dann ganz schnell zu Krankheiten und Unwohlfühlen verhelfen.

Kleine Gitterstäbe und sichere Türen!

Sie würden sich wunder wo ein Frettchen überall durchschlüpfen kann. Verwenden Sie daher schmale Gitterstäbe, und eine sichere Tür! Frettchen quetschen sich überall durch, wo auch ihre Nase durchpasst und sind so dickköpfig, dass sie mit Ihrem Kopf sogar Türen aufdrücken können ;-) sie lassen halt nicht locker und sind in diesen Dingen sehr kreativ!

Achten Sie auch in jedem Fall darauf, dass Ihre Frettchen festen Boden unter den Füßen haben. D.h. sie sollten nicht auf Gitterstäben laufen, dies kann zu Entzündungen der Fussballen führen und ist dann sehr schmerzhaft.

In unserem Käfig sind Bretteretagen angebracht, diese sind aus Holz, da sich Holz aber schlecht reinigen lässt und Urin und Kot darin regelrecht aufgesogen werden, haben wir diese Bretter zuvor mit Klarlack lackiert, so sind sie resistenter und lassen sich auch besser reinigen.

Auch unsere Treppen sind aus Holz wo extra Stufen draufgeklebt wurden.

Auch sollte Ihr Käfig leicht zu reinigen sein. Viele Käfige haben eine Wanne am Boden zum herausnehmen. Wenn Sie Glück haben finden Sie einen Käfig wie unseren wo Sie einmal im Boden eine Blechwanne zum herausnehmen haben (wie eine Schublade) und darunter ist nochmal eine Blechwanne, falls an der ersten mal etwas vorbei gehen soll. Sie lassen sich leicht entfernen und auch schnell reinigen.

Bezugsquelle des o.a. Käfiges ist www.zooala.de für 85 Euro!

Wenn Ihre Frettchen jedoch nicht solange Freigang haben können wie unsere Frettchen würde ich Ihnen einen Käfig empfehlen der etwas mehr Breite hat!



Käfig Stress!

Es gibt Frettchen, die haben leider kein so gutes Zuhause, entweder ist der Käfig zu klein und/oder die Tiere haben keine Rückzuggelegenheit um sich Ruhe zu gönnen.

Sie erkennen ob Ihr Frettchen an diesem Käfigstress leidet, indem Sie es aufmerksam beobachten. Frettchen die ständig hin und her "weben" (also hin und her laufen oder ihren Kopf an den Gitterstäben hin und her wiegen), Frettchen die ständig - also ununterbrochen ihre Wasser- und Futtertröge umwerfen, ständig an Stäbe rumkauen und wie wild daran kratzen oder sogar von Ausbruchversuchen Schrammen und Macken am Kopf tragen, weisen ein sicheres Zeichen dafür auf.

Achten Sie darauf, dass Ihr Frettchen sowohl wie im Käfig so auch beim Freigang immer einen Rückzugsort hat, der dunkel ist wo es sich verkriechen kann.

Wir haben zurzeit nur eine kleine alte Wickeltasche, mit einer Decke drin im Kaminzimmer liegen wo sie rein können wenn sie sich ausruhen möchten. Es ist aber schon bestellt worden - ein zusätzliches Paket von Hängematte und Schlafsack, was wir dann unter unseren Kaminstühlen anbringen wollen so das sie dort immer reinkriechen dürfen.

Im Käfig haben wir diese Utensilien auch, einmal eine schöne "schlaf-Tasche"

welche man hinlegen kann, so wie auf dem Foto, und die Tiere in den unteren Taschenbereich können, oder man legt sie auf den Boden, so können sie links und rechts in die Tasche hineinkriechen.

Sowie ein Eck-Schlafsack, diesen kann man aufhängen und schwupp können die Mäuse dort hinein.

Diese beiden "Verstecke" wechsel ich regelmäßig, wir haben es doppelt, so kann ich es immer durchwaschen und der Frettchen-Geruch wird nicht so intensiv!

Der richtige Platz!

Wir würden den Käfig immer wieder da aufstellen, wo die Tiere, egal welche, uns beobachten können und so an unserem Leben teilhaben. Es sollte zudem ein ruhiger und gemütlicher Platz sein und nicht um Durchzug stehen!

Es gibt einige Frettchenbesitzer, die sind der Ansicht, dass man Frettchen ruhig übers ganze Jahr draußen halten kann. - Hmm ich bin da etwas anderer Ansicht, - wenn es im Winter doll kalt wird und unter minus 4°C fällt, sollte man die Frettchen doch schon ins Haus oder in einer guten Scheune unterbringen!

Ebenso wenn es im Sommer zu heiß wird, wie schon erwähnt unter wissenswertes, vertragen Frettchen nicht besonders gut heißes Wetter!

 

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